03-2012 Dietrich

Geld regiert die Welt – und unser Gesundheitswesen

Wer versteht es schon, unser Gesundheitswesen? Jeder von uns liest die Zahlen zu Kosten des Gesundheitswesens, zu Krankenkassenbeiträgen oder zu Honoraren der Ärzteschaft in der Zeitung, aber wer versteht schon alle Zusammenhänge? Wer bestimmt, was gezahlt wird, wie werden die Krankenhäuser finanziert und woher kommt das Geld der Kassen?

Wir haben versucht, mit dieser Ausgabe ein wenig Licht in den Dschungel des Gesundheitswesens zu bringen. Sie soll es gerade unseren jüngeren Kolleginnen und Kollegen erleichtern, sich im Irrgarten Gesundheitswesen zurechtzufinden. Wir haben deshalb ein Kompendium von der Geschichte der gesetzlichen Krankenversicherung, über die Finanzierung der Krankenhäuser, bis hin zur DRG Abrechnung und den Aufgaben der Ärztekammern zusammengestellt. Dabei mag Manches oberflächlich bleiben, aber es reizt auch, sich näher mit den Institutionen und Entscheidungsabläufen im Gesundheitswesen zu befassen. Schließlich bestimmen sie ja unser aller Arbeit.

Der vdää will aber nicht nur erklären, wir wollen auch verändern. Wir setzen uns ein für eine soziale Medizin, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt und uns auch wieder Freude an der Arbeit bringt. Ein kurzer Abriss der Geschichte des vdää mag unseren Weg erklären. Zu unserer aktuellen Arbeit haben wir zwei Dokumente in dieses Heft aufgenommen: zum einen das Europäische Manifest gegen die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens, welches auf Initiative des vdää während unserer Fahrt nach Schweden konzipiert wurde. Zum anderen die aktuelle Presseerklärung zu den angekündigten Arbeitsniederlegungen der Ärzteschaft. Wen die Reaktionen unserer ärztlichen Kollegen interessiert, der sei auf unsere Homepage verwiesen.

Der vdää hat öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Mehr Arbeit ist gut, kostet aber auch Geld. Diese Ausgabe unserer Zeitschrift ist umfangreicher als geplant, die programmatischen Grundlagen des vdää sind druckfertig. Wir kommen wieder an unsere finanziellen Grenzen und bitten deshalb – wieder einmal – um Unterstützung. Aber lassen Sie sich den Spaß an der Lektüre dieser Ausgabe nicht durch unsere Bittstellerei verderben!

Wulf Dietrich


Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte
Gesundheit braucht Politik wird vom ärztlichen Berufsverband vdää herausgegeben, der sich als Alternative zu standespolitisch wirkenden Ärzteverbänden versteht.

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